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Barver - Landmilch GmbH
Rinderzucht

Unsere Herde bestand bis vor 4 Jahren rein aus Holstein- Friesian Kühen. Einer leistungsstarken großrahmigen Kuhrasse. Die hinsichtlich der Milchleistung und des Erscheinungsbildes die bedeutendste Kuhrasse der Welt ist.


Die HF Tiere wurden immer empfindlicher in Bezug auf Klauengesundheit, Eutergesundheit, Fruchtbarkeit, Geburtsschwierigkeiten und der Vitalität der Kälber. Durch die Reinzucht mit dieser Rasse sahen wir keine Besserung. In den USA, Italien und auch in Deutschland wurden wir auf die Dreirassenkreuzung aufmerksam.


Durch  einkreuzen von genetisch weit entfernten Rassen soll der Heterosis Effekt genutzt werden. Dieser besagt, dass die Nachfahren zweier Elternrassen besser als der Durchschnitt der Elternrassen ist.


„Durch genetisch möglichst unterschiedliche reinrassige Zuchtlinien der Parentalgeneration (= Elterngeneration) wird bei der Kreuzung erreicht, dass viele Allele unterschiedlich sind. Stark heterozygote Lebewesen verfügen über mehr verschiedene Erbanlagen als reinrassige. Sie sind oft resistenter gegen Krankheiten und können sich besser auf wechselnde Umweltbedingungen einrichten. Nachteilige rezessiv bedingte Eigenschaften werden zudem im Phänotyp der Hybride nicht (oder kaum) realisiert.“ (http://de.wikipedia.org)

Je schlechter ein Merkmal vererbbar ist, desto mehr kommt der Heterosis Effekt zum tragen. Kreuzt man mit einer Ursprungsrasse zurück sinkt der Effekt der Heterosis wieder. Durch einkreuzen der dritten Rasse wird dieser Effekt bei ca 85% gehalten. Einkreuzen weiterer Rassen lassen den Effekt nicht bedeutend weiter ansteigen.


Als erste Rasse wurde von uns das „Skandinavische Rotvieh“ Schwedisch- Rotbund und Norwegisch-Rotbunt eingesetzt.











Die Rassen sind auf leichte Geburten, Fruchtbarkeit und Gesundheit gezüchtet. Trotzdem wurde auf gute Milchleistungen geachtet.

Seit gut einem Jahr melken wir in unserer Herde die ersten Kreuzungstiere (HF * Norwegisch Rotbunt oder Schwedisch Rotbunt).

Die Tiere erfüllen unsere Erwartungen voll.

Die Geburten der lebenswilligen Kälber waren mehr als leicht.

Bei leicht niedriger Milchleistung mit besseren Inhaltsstoffen wurden die Tiere weniger krank, demzufolge auch nicht so oft behandelt. Die „F1“ Tiere wurden auch schneller mit weniger Besamungen tragend.


Vor einem Jahr wurden unsere ersten „F2“ Tiere („F1“ * Montbéliarde) geboren.


Montbéliarde ist eine französische Zweinutzungsrasse, die zu den „Alpinen Rassen“ wie auch das Fleckvieh gehört. Sie wird auf Leistung und Fitness, also starke Fundamente, gute Klauen, Rahmen, gute Eutergesundheit und lange Nutzungsdauer gezüchtet.

Die „F2“  Kälber wurde ohne Probleme geboren und sind sehr vital. Diese sollen dann wieder mit Holstein-Friesian besamt werden.


Wir wollen durch diese Dreirassenkreuzung die Herde und nicht das Einzeltier in den Fokus unserer Zucht stellen.

Die Kühe sollen bei hoher Milchleistung mit wenig Tierärztlichen Behandlungen (Medikamente) alt in der Herde werden.